Kurzbericht von Sascha:

… dem einen, der sich aus dem Herzen des Traillandes aufgemacht hat um Bahnrennen zu laufen.

Aber zuerst einmal Glückwunsch zu einer gelungenen Veranstaltung, ich habe gelesen es waren alle sehr zufrieden und auf den Bildern die in der Gruppe sind, konnte man auch sehen, dass den Menschen diese Quälerei scheinbar gefällt. Daumen hoch.

Ich war ja derweil in Edenkoben und habe mir bei den Senioren-Pfalzmeisterschaften meinen Sonnenbrand geholt. Es lief dieses Jahr nicht ganz so wie geplant, aber man kann ja auch nicht immer gewinnen. Meine Titel aus 2017 über 800m und 400m musste ich heute einem Schnelleren überlassen, die Zeiten (2:20,77 über 800m / 1:00,80 über 400m) sind auch zum vergessen, aber das war eben Kopfsache. Bei den 800m folgte auf eine 62er Runde eine entspannte 78er Runde (aus „Schonungszwecken“, der Erste war zu weit weg und es kamen ja noch 4 Rennen) und bei den 400m ging es irgendwie auch nur darum den 2. Platz zu behaupten.

Die 100m waren ja Neuland für mich, da kam ich eben einfach zu langsam aus meinem Startblock, deswegen haben am Ende 0,2 Sekunden zum Pfalzmeisterstitel gefehlt. Dafür hab ich meinen 1500m Titel in nahezu der gleichen Zeit wie im Vorjahr (5:10,32) verteidigen können. Im zweiten „Neulandrennen“ über 200m konnte ich dann wenigstens noch dank der besseren Standfestigkeit auf der zweiten Rennhälfte meinen Bezwinger vom 100m-Lauf abfangen und so wurden es an diesem Tag zwei Pfalzmeister- und drei Vizepfalzmeistertitel.

Naja… es gibt schlechtere Tage.

Le Grand Trail Saint Mihiel Frankreich

Zwischen Enkenbach-Alsenborn und Saint Mihiel (Frankreich) etwa 80 km nordwestlich von Metz an der Maas gelegen, besteht seit Jahrzehnten eine intensive Partnerschaft. Im 1. Weltkrieg fanden dort heftige Stellungsschlachten statt. Deshalb war es eine Besonderheit gewesen, dass zwischen beiden Orten eine Partnerschaft zustande gekommen ist. Zur Erinnerung an das Ende dieses Krieges vor 100 Jahren fand zum letzten Mal der Le Grand Trail statt.

 

Dieser Trail führte überwiegend durch Schützengräben, Granattrichter, gesprengte Unterstände, sowie MG-Nester beider Kriegsparteien. Für die TeilnehmerInnen hatte dieser Lauf jedoch den makabren Beigeschmack im Unterbewussten die Tragweite dieser Gemetzel zu erahnen.

Auch in diesem Jahr, einmal aus sportlichen aber auch geschichtlichen Gründen, ging wieder eine kleine Schülergruppe der IGS-Enkenbach-Alsenborn an den Start.

Gerhard Jendryschik, welcher u.a. seit 42 Jahren beim TPSV als Übungsleiter Leichtathletik tätig ist, war ebenfalls dazu eingeladen.

Die angebotenen  Strecken waren 9,7 km, 15km, 30 km und 50 km lang. Über 9,7 konnten Schülerinnen der ISG den 1. und 2. Platz erreichen. Bester Deutscher wurde Alfred Zolobczuk und Dritter in der AK 50 ein Sportfreund von Gerhards Freitagabendgruppe Leichtathletik.

Gerhard selbst war in diesem Feld der Älteste und einziger der AK Veterans V und beendete diesen schwierigen Trail mit Klettereinlagen zwischen den Schützengräben und Sturz in 1:24,56 Std. Der Trail erforderte eine gute Kondition, sowie Klettereigenschaften und ein verhaltenes Laufen. So war nach dem Start zuerst einmal eine 1,4 km lange Motorrad-Cross-Strecke zu absolvieren bevor es ins Gelände ging und zum Schluss über ca. 600 m nacheinander Wellen von 2 – 5 m zu überwinden, während es kurz vorm Ziel abwärts und dann ähnlich wie bei unserem Trail hoch zum Ziel ging.

 

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