Der schnellste Marathon Läufer der Welt, Eliud Kipchoge (2:01:39) sagte: „With a strong heart and a good mind, you can do it.“ (Mit einem starken Herzen und einem guten Verstand kannst du es schaffen). 

Ein starkes Herz und einen guten Verstand zeigten auch am Sonntag Morgen unsere 10 Läufer über die Halbmarathon Strecke in Kaiserslautern.
Bei frischen 3°C war das aufwärmen vor dem Start um 9:30 Uhr besonders wichtig. Auf der Straße zum Bremerhof lief das 359 große Starterfeld auf und ab. Schnell wurde noch der Rennplan zurecht gelegt, bevor der Startschuss fiel, mit der Hand an dem Startknopf der Uhr wurde schließlich das „Race Face“ aufgesetzt. 

Alexandra Lang und Simone Franzreb, nahmen die 21,0975km lange Strecke zusammen in Angriff. Sichtlich mit Spaß kamen die Beiden an Gehard Jendryschik, der wieder für die tolle Bilderreihe verantwortlich ist vorbei. Selbst kurz nach Kilometer 20 konnten unsere 2 Läuferinnen aus der W45 noch immer Lachen. Die Mutmaßung nicht alles gegeben zu haben trifft hier dennoch nicht zu, eher eine gute Renneinteilung, denn beide zeigten sich im Ziel sichtlich zufrieden. Alexandra schaffte es auf der Zielgeraden Simone noch zu überholen. Sie belegte Platz 5 in ihrer Altersklasse in 1:54:58, direkt gefolgt auf Platz 6 von Simone in 1:54:59,6.

Die dritte Frau im Bunde war Sylvia Schöneberger. Sie wollte nochmal ein letztes mal ihre From checken, bevor sie am 28. April beim Oberelbe-Marathon die doppelte Strecke in Angriff nimmt. 2:01:34,6 zeigte die Uhr im Ziel an und somit war dies auch eine gelungene Bestandsaufnahme. Sylvia zeigte, dass sie in den letzten Wochen fleißig trainiert hat und gewappnet ist für die Königsdisziplin im Laufen. 

Auch ihr Mann Werner Hollstein wird am 28.April an der Startlinie stehen, wie noch einige andere Läufer vom LC Donnersberg. Werner, welcher zwischenzeitlich nicht immer mit seinen Resultaten zufrieden war, zeigte an diesem Sonntagmorgen eine Leistung, mit der er zufrieden sein kann und auch ist. Schließlich war er 43s schneller als im Vorjahr. Mit einer Zeit von 1:35:17,3 konnte er sich auch über den Sieg in der M60 freuen, welchen er mit einem eisernen Willen gegenüber seinem Konkurrenten Alexander Bold vom 1.FCK um 10s erlaufen hat.

Kurz vor Werner lief Ulli Hoffmann unter dem Zielbanner hindurch. „Ich möchte heute eine 1:34h laufen“, sagte Ulli vor dem Start. Wie gesagt so getan, 1:34:26 war die Endzeit. Auch er wird wird an der Oberelbe starten und seine Bestzeit jagen. Mit einem 6. Platz in der starken M50 zeigte er sich ebenfalls sichtlich zufrieden. 

Die M65 bleibt weiter in der Hand des LC Donnersberg. Karl-Heinz Klos lief mit einer Zeit von 1:40:20,2 auf den obersten Podestplatz. Gegenüber seinem Altersklassenkonkurenten auf dem zweiten Platz lief er einen komfortablen Vorsprung von 7min heraus. Kaiserlautern scheint ein gutes Pflaster für Karl-Heinz. So lief er z.B. 1992 eine Zeit von 1:21:35 und im darauffolgenden Jahr eine 1:22:26. 

Michael Peifer lief bei seinem erstem Halbmarathon im Jahr 2019 eine Zeit von 1:43:44, eine Woche später unter widrigsten Bedingungen eine 1:44:22. Am vergangenen Sonntag konnte er unter Beweis stellen, dass seine Formkurve stetig ansteigt. So konnte er schließlich die Strecke nach 1:41:23 hinter sich bringen. Wir sind gespannt wo die Reise noch hingeht.

Auch Uwe Rahm war sichtlich zufrieden, mit der Arbeit seiner beiden Antriebsaggregate. Nach langer Verletzungspause, hat er in diesem Jahr zum zweiten mal in das Renngeschehen eingegriffen. Trotz leichtem Trainingsrückstand läuft er eine Zeit von 1:52:27,5. was da wohl mit mehr Training möglich ist? Man wird es im laufe der Saison sehen.

Last but not least die Überraschung des Tages aus den Reihen des LC Donnersberg. Sascha Christmann ist eigentlich auf kurzen Strecken zuhause, seine Lieblings Strecke sind die 800m. Am Start konnte man noch seinen Handgeschriebenen Zettel mit den Zwischenzeiten, welcher an seiner Uhr klebte bewundern. Notiert waren Zielzeiten von 1:32h und 1:35h. Diese Arbeit hätte er sich am Sonntagmorgen auch sparen können, denn Max Rahm, welcher spontan am Frühstückstisch entschied seinen langen Lauf in Gesellschaft zu machen, sprang als Pacemaker ein. Als die Kilometer immer öfter schon nach 4min absolviert waren und Sascha nach 10km immer noch frisch aussah, wurde das Tempo durchgezogen. Die Gruppe um die beiden LC’ler wurde Kilometer für Kilometer kleiner und die Gesichter immer ernster, außer bei dem Hasen Max Rahm der heiter für gute Laune und Motivation sorgte. 

Ein Schweizer Top Läufer hat 50 ungeschriebne Gesetze der Läufer verfasst (https://ckr.ch/2015/05/17/ckrblog-die-ungeschriebenen-gesetze-der-laeufer/). Sascha machte Regel Nummer #2: „Leide ohne zu jammern (Schmerz allein ist noch keine Verletzung und wer läuft, ist nicht verletzt) alle Ehre. Er ließ nie locker und kämpfte sich in einer hervorragenden Zeit von 1:26:52,7 ins Ziel. Sein Tempomacher kam 1s nach ihm ins Ziel (1:26:53,6) und belegte sogar noch den 3. Platz in der Männlichen Hauptklasse.

Alle zeigten sich nach dem Lauf zufrieden und nicht nur hungrig auf Kaffee und Kuchen, sondern vor allem auch auf die nächsten Wettkämpfe. 

Ergebnisse: https://my6.raceresult.com/114941/results?lang=de

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