Sascha Christmann hatte sich bei den Südwestdeutschen Meisterschaften am 23.6 für die Deutsche Meisterschaften über 800m qualifiziert.

Am Freitag den 12.7 war es dann so weit, der Tag der großen Meisterschaft. In den Tagen zuvor hatte Sascha schon fleißig die Ergebnisse der Jahre zuvor studiert und sah einem Medaillenrang eher skeptisch entgegen. Zu schnell seien die anderen. Qualifiziert hatte sich er mit einer 2:13,71min. Um eine reelle Chance zu haben vorne mitzulaufen wurde deshalb der Trainingsplan angepasst. 2:09min lautete das neue Ziel, verdammt schnell.

Dann standen alle an der Startlinie und alle mussten ihre Karten auf den Tischlegen. Als der Startschuss fiel, bekam Sascha das erste Mal zu spüren, dass es auf der Bahn nicht immer mit Samthandschuhen einhergeht. Die ersten 150m war ein reges Gedränge und Geschubse.

„Gar nicht so schnell“, dachte sich der Lc Athlet als er nach der ersten Runde auf die große Uhr bei Start und Ziel schaute. Eine 67er Runde wurde angelaufen. Sascha könnte seinen Gedanken gar nicht richtig zu Ende führen, da ging schon die Post ab. Zu den Plätzen 3 und 4 riss eine kleine Lücke von 1-2m, als er dann Ausgangs Kurve 4 zum Endspurt ansetzen wollte kam einfach nix mehr, berichtete er danach. Dennoch hielt er sein Tempo und lief als 5. über die Ziellinie in einer Zeit von 2:09,01min. Genau die Zeit, auf die er trainierte.

Nach dem Rennen kam erst kurz die Enttäuschung keine Medaille gewonnen zu haben, aber mit etwas Abstand zum Rennen rückt die Spitzen Zeit von 2:09,01min schon mehr in den Vordergrund und wer kann schon von sich sagen einen 5. Platz bei der DM belegt zu haben. Man bedenke, dass es Sascha Christmanns erste DM war und somit ziemliches Neuland. Es gibt Callrooms für vor dem Rennen, wo sich alle Athleten des Laufes auffinden müssen, bevor sie zum Start geführt werden. Da ist man schonmal etwas nervöser, wie vor einem Abendsportfest.

Mir Sicherheit war dies erst der Beginn der DM-Karriere. Vielleicht reicht es im nächsten Jahr für eine Medaille.

Wir drücken die Daumen!

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