Training muss sich lohnen“ eine Aussage, die so in jedem Laufbuch steht und der schönste Lohn für jeden Läufer ist doch eine neue Bestzeit, oder modern „PR“. Um sich diesen Lohn abzuholen machte sich der derzeit stärkste Läufer des LC’s Max Rahm auf in unser kleines Nachbarland Luxemburg. Sein Ziel den bestzeitentauglichen Halbmarathon in Remich zu rocken. Eine Strecke wie gemacht für Bestzeiten, komplett eben an der Mosel entlang mit einem Wendepunkt. Einzig Wind könnte die Strecke langsam machen und er tat es.

10°C, Dauerregen und heftige Windböen erwarteten die Läufer in dem kleinen Moselstädtchen.

Als Taktik hieß es nun von Anfang an in einer Gruppe bleiben und sich möglichst vor dem Wind verstecken.
Der Startschuss fiel und Max konnte auch direkt eine gute Gruppe finden. Er schloss sich der Gruppe um die deutsche Spitzenläuferin Fabienne Königstein (den meisten wahrscheinlich noch als Fabienne Amrhein bekannt) an. Und es lief, es lief gut, zu gut, bei 9km stellte Max fest, dass sich eine Pace von um die 3:25min/km eventuell später rächen könnte. Er ließ die Gruppe also ziehen und kehrte zu seiner geplanten Pace von 3:29 zurück. Problem nun, er war alleine. 

Max Rahm in der Gruppe von Fabienne Königstein

Und das wurde zu einem echten Problem bei 11km als es nun zu wenden galt. Der Wind blies jetzt ohne Gnade direkt von vorne. Zu diesem erbarmungslosen Gegenwind kam nun auch noch zu allen Überfluss, dass die Strecke nun leicht ansteigt, ein Faktum was wahrscheinlich ohne den Wind nicht wirklich aufgefallen wären aber mit Wind und steigender Müdigkeit wurde es gefühlt zu einem Berglauf. Max kämpfte aber trotzdem souverän weiter. So war Max bei 15km immer noch seiner Marschtabelle mit 52:05min 25s voraus.

Doch der Wind lies nicht nach und nagte an den Kräften und das nicht nur bei unserem Läufer im gelben Dress, auch alle anderen hatten nun echt zu kämpfen. 

Und unser Max kämpfte richtig. 

Schlussendlich schloss er diesen Halbmarathon mit einem Zielsprint auf den finalen Metern ab. Auf dem letzten Kilometer ist dann doch eine Gruppe von Läufern zu ihm aufgeschlossen, aber so leicht kommt man an Max auf der Zielgerade nicht vorbei. 

Der Kampf auf den letzten Metern, verschenkt wird hier nichts

Nach abgeschlossen Sprint blieb die Uhr dann bei 1:14:53 stehen und bedeutet einen 22. Gesamtrang und den 2. Platz in der AK. Eine Wahnsinns Leistung bei äußerst widrigen Bedingungen. 

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