Wenn das Wort Meisterschaften fällt, schrecken viele zurück.
Aber wieso?
Eine Meisterschaft egal auf welcher eben, ob Pfalz-, Rheinlandpfalz- oder sogar Deutsche Meisterschaften ist etwas Besonderes, was es nur ein mal im Jahr gibt. Jedoch setzten viele solch ein Wettkampf direkt in Verbindung mit Schmerz, Qual oder sagen ich hab doch so wieso so keine Chance.
Das ist Quatsch!
Meisterschaften machen Spaß, da neben der Lauf Komponente oftmals auch noch die taktische Komponente hinzu kommt. Es siegt also nicht immer gleich der körperlich stärkste, sondern oftmals der Athlet, welcher kognitiv am stärksten ist.

Auch bei den Läufern unseres Vereines stoßen die Pfalzcross Meisterschaften zu Beginn eher auf Abneigung, anstatt auf Vorfreude und Kampfansage. Schließlich kam der Ball doch ins Rollen und es entwickelte sich eine regelrechte Gruppendynamik.
Insgesamt 14 Starter stellten sich in Heltersberg in ihrem gelben Renndress hinter die Startlinie.
Gerhard Jendryschik und Max Rahm traten über die 4620m lange Mittelstrecke an. In einem Feld von 79 Läufern mussten die Beiden 3 Runden auf dem Crosskurs absolvieren. Der Kurs führt über den Sportplatz, sowieso einer Wiese mit Steigung, und einer kleiner Waldpassage mit natürlichen Hindernissen.
Nach 14:26min lief Max Rahm als dritter im Gesamteinlauf über die Ziellinie und sicherte sich so auch die Bronzemedaille im Kampf um den Pfalzcrossmeister Titel in der Hauptklasse.
Sichtlich zufrieden beendete Gerhard sein Rennen nach 30:07min. Die beiden Mittelstreckler trennen 49 Jahre, jedoch auf dem Podest trennt sie keine Platzierung. Denn auch unser Läufer in der M70 schnappt sich ein Podestplatz mit dem 3. Rang in seiner Altersklasse. 

Die gute Ausbeute setzte sich für den LC auf der Langstrecke gerade so fort, wie sie auf der Mittelstrecke begonnen hat.
Auf den 6 Runden wurde hart um die Medaillen gekämpft.
Manche nahmen sich beabsichtigt oder nicht zu ihren zwei Beinen noch zwei Hände zur Hilfe, andere setzten letzte Energie durch Fluchen frei und dritte quälten sich still und leise über die Runden.
„Das mach ich nie wieder“, hörte man öfter nach dem Zieleinlauf, was ich aber nicht glaube. Meiner Meinung nach war der Holzland Cross in Heltersberg der Beginn der Jagt nach Medaillen und der Beweis, dass Meisterschaften auch Spaß und Freude machen können.
Nach dem die Strapazen unter einer warmen Dusche abgewaschen wurden und man bei frühlingshaften Temperaturen zusammen gespannt auf die Siegerehrung wartete, überwog schon die Freunde über die erbrachte Leistung. Schließlich ging die Siegerehrung los und der Verein LC Donnersberg viel wie am laufenden Band.

Pfalzmeister im Cross über die Langstrecke dürfen sich ab nun an Hartmut Ost, Werner Hollstein, Doris Bertleff-Lutz und Elke Hoffmann nennen. Hartmut absolvierte die Strecke in einer Zeit von 37:10min, Werner in 38:56min, Doris in 53:43min und Elke in 50:44min. Für eine Silbermedaille sorgte Silvia Schöneberger in einer Zeit von 50:50min. 
Neben Gold und Silber darf Bronze natürlich nicht fehlen.

So belegte Marcus Effert in der M55 den dritten Platz (39:32min) und machte das Farbenspiel komplett.
Bei Meisterschaften gibt die Wettkampfregelung vor, dass immer die ersten 8 Läufer einer Altersklasse geehrt werden. Deswegen ertönte der Name LC Donnersberg, gefolgt von einem Jubelschrei aus dem blau- gelben Blog noch viel öfter.
36:46min benötigte Roland Schreiber für die 6 Runden, womit er schnellster LC Läufer an diesem Tag war. In seiner Altersklasse rutschte er nur knapp am Podest vorbei auf den 4 Platz. Nach 4 kommt 5.

Richard Lutz lief ein konstantes Rennen in 48:18min, was ihm den 5, Rang in der M60 einbrachte. Borst Silke belegte den 6. Platz in der W45 (55:07min), Hoffman Ulli lief auf den 7. Platz in der M55 vor (39:50min).
39:51min reichten Stefan Scopa für den 8. Platz hinter seinem Vereinskollegen Ulli in der M55.
Pechvogel des Tages war Uwe Rahm, welcher mit Rang 9. in der M50 (41:10min) durch Umknicken hinter seinen Möglichkeiten blieb.

Der krönenden Abschluss, kam mit 3 mal Gold in der Mannschaftswertung. Roland, Marcus und Ulli belegten den 1. Platz in der M50/55. In der M 60+ sicherten sich Werner, Hartmut und Richard den Sieg.
Aber nicht nur unsere Herren waren erfolgreich, auch unsere Damen siegten mit Sylvia, Elke und Doris bei den Frauen.

Eine Meisterschaft ist im Rennen Hart und Fair und lässt durchaus den ein oder anderen Muskel an seine Grenzen kommen, sie verleiht einem aber nach dem überqueren der Ziellinie aber auch ein Gefühl des Sieges, der Erleichterung und der Freunde. Belegt man dann noch in den Einzelwertungen 8 mal das Podest und 3 mal mit der Mannschaft, überwiegt ganz klar das Gefühl der Freude.
Deswegen bin ich mir sicher wird der ein oder andere in Zukunft bei Meisterschaften auf einen harten Gegner vom LC Donnersberg treffen.

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