Kommt die 2. Welle?
Die Coronafallzahlen steigen wieder an und damit auch das Risiko zur Absage von Veranstaltungen. Das Einladungssportfest in Wiesbaden am 26.8.2020 bekam diese Auswirkungen schon zu spüren. Die Stadt senkte die Anzahl für Teilnehmer an Veranstaltungen auf höchstens 50 Personen, zum Leid des Ausrichters und vor allem dem der Athleten. Anfangs wurden Strecken über 100m, 800m, 1500m und 3.000m angeboten, nach der Reglementierung wurden dann die 100m und 800m abgesagt und ein neues Hygienekonzept veröffentlicht.
Schade, für alle Sprinter und Mittelstreckenläufer, welche händeringend nach Wettkämpfen suchen, um sich zu beweisen und ihren Wettkampfhunger zu stillen.
Natürlich steht die Gesundheit an oberster Stelle, dennoch ist es ärgerlich, dass es zu solchen Situationen kommt.


Constanze Schmidt zählte leider zu den Athleten, die nicht starten durften. Sie wollte nochmals ihre PB über 800m aus Bad Kreuznach angreifen und unter die Marke von 2:30min laufen. Die Form stimmte und so langsam stellte sich auch die nötige Wettkampfhärte ein, welche über die Mittelstrecken enorm wichtig und nur durch Rennen zu erreichen ist.
Neben Constanze war auch Max Rahm gemeldet. Sein Name tauchte in der Liste der 3.000m Läufer und Läuferinnen auf, ein Wettbewerb, der zum Glück noch statt fand.
Max trat zusammen mit seinem Trainingspartner Leander Fink an die Startlinie, beide motiviert durch ihre 5.000m Bestzeit vier Tage zuvor.

Die schlechten Wetterbedingungen spielten schnell keine Rolle mehr im Kopf des LC Läufers. Er setzte sich die ersten 1.000m an die Spitze.
„18s, 36s, 72s, 1:48min, 2:24min, 3min“, ging Max in der Führungsposition durch den Kopf. Nach 2 1/2 Runden ertönte „3:01min“ durch die Lautsprecher. „Mist zu langsam“, sagte sich der jüngere Bruder der Rahms vor. Lang hatte er dafür nicht Zeit, dann gab es einen Führungswechsel. Die Gruppe bestand aus 5 Läufer, welche auf eine Endzeit von unter 9min schielten.
Nach 1600m fanden sich die beiden Trainingspartner am Ende der Gruppe wieder. Immer wieder wurde der Gedanke wiederholt, einfach dran zu bleiben.
Schließlich ging es auf den letzten Kilometer und Max ging es nach einem schweren zweiten Kilometer wieder sichtlich besser. „6:02min“, erneut meldete sich der Stadionsprecher zu Wort. Es muss jetzt mindestens eine 2:58min für die letzten 1.000m kommen…
Das Tempo der Gruppe wurde sichtlich angezogen, bevor Leander Fink 300m vor Schluss eine Attacke setzte, die es in sich hatte. Max versuchte zu folgen, die Lücke war aber schon aufgegangen. Seite an Seite kämpfte er mit zwei anderen Athleten auf den letzten 200m.
8:58,89min war schließlich die Endzeit, damit stellte Max Rahm nach seiner 5.000m PB auch eine 3.000m PB auf. Mit dem 4.Platz in seinem Lauf war er sichtlich zufrieden, denn das schöne an seinem Lauf war, dass es sichtlich ein richtiges Bahnrennen war. Mann gegen Mann und am Ende wurden sie noch mit einer PB belohnt.
Gewonnen wurde der Lauf von Leander Fink in 8:55min.

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