„Ich habe die Wettkämpfe vermisst“, sagte Roland Schreiber nach den Einlauf in das Ziel.
Seit dem Corona Lock-Down und den vielen abgesagten Wettkämpfen hat der TV Lemberg als Vorreiter wieder einen Volkslauf veranstaltet. Mit Hilfe des eigens erstellten Hygienekonzepts setzten sie ihren 10km Lauf, inklusive 5km und Schülerläufe in die Tat um. Dass dieses Engagement unterstützt werden muss, sahen auch drei Läufer vom LC Donnersberg als ihre Pflicht an. Roland Schreiber, Sascha Christmann und Max Rahm begaben sich am Samstag um 7:45 Uhr auf die Fahrt an das südwestliche Ende der Pfalz, nach Lemberg. Für Sascha und Roland war es der erste Wettkampf seit ca. 6 Monaten. Jetzt zeigt sich wer seinen Puls in der langen Trainingsphase auch mal aus der Komfortzone heraus bewegt hat und nicht nur für das gute Gewissen gelaufen ist.
Die Startaufstellung für die zweimal zu passierende 5km Waldrunde, sah einem Biathlon Verfolgungsrennen sehr ähnlich: 3er Reihen in Abstand von 1,5m reihten sich entlang des Weges auf, bis schließlich um 10 Uhr die Ersten auf die Strecke durften, gefolgt von der nächsten Startreihe 10s später.
Ein hartes Bahnprogramm, 10x1000m, hingen Max Rahm noch merklich in den Gliedern. Dem späteren Sieger Mark Weidler folgte er noch auf den ersten 3 Kilometern, bis er eine Lücke reißen lassen musste und auf der letzten Runde deutlich an Tempo verlor. Trotzdem zeigte er sich später im Ziel mit seinem 5. Platz Gesamtwertung und dem 2. Platz in der Altersklasse zufrieden (Zeit: 35:50min). Er sah es ohnehin mehr als Trainingswettkampf an. 

Sascha Christmann hat seinen Puls wohl öfter mal in den roten Bereich im Training gebracht, dass besagt zumindest das Ergebnis. Mit einer Zeit von 38:24min, dem 7. Gesamtplatz und ebenfalls dem 2. Altersklassenplatz sorgte er für die Überraschung des Tages. Die nicht einfach zu laufende Strecke mit vielen kleinen Steigungen, kam Sascha entgegen, wie er im Ziel berichtete. Dennoch war das Rennen eine mentale Herausforderung, da man durch die Startaufstellung seine Konkurrenten nicht unmittelbar um sich hatte. In Sascha hatte dies noch die letzten Kräfte mobilisiert und zu einer hervorragenden Leistung angespornt. 
Bei Roland ist das Feuer sichtlich wieder entfacht, einmal ein Wettkämpfer, immer ein Wettkämpfer. So paradox es auch klingen mag, aber im Ziel war sich Roland sicher, dass ihm das „sich quälen“ gefehlt hat. Aber vor allem auch das strukturierte Training, denn in der Corona Zeit wird oft viel trainiert, aber eben auch vor allem viel in der Komfortzone.Mit einer Zeit von 43:04min sicherte sich Roland noch den 3. Platz auf dem Podest der M50, womit auch er zufrieden für den ersten Volkslauf der Saison war. Mit bestimmter Sicherheit wird diese Zeit aber nicht lange stehen bleiben, denn eines ist sicher, die Wettkampflust ist zurück.

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