So langsam nimmt das Volkslaufgeschäft wieder ein wenig Fahrt auf. Immer öfter bekommt man eine Ausschreibung für eine Laufveranstaltung per Mail oder in gedruckter Form in die Finger. Hoffentlich bleibt dies auch so!
Auf dem aktuellsten Exemplar stand ganz groß Panoramalauf 2020. Die einen assoziieren mit dem Titel einen schönen Landschaftslauf mit tollen Blicken in Richtung Donnersberg und Umgebung. Die Anderen hingegen, Anstiege, nicht immer der beste Untergrund und ein schweres Rennen. 
Jedem Läufer ist es selbst überlassen, ob er diesen Lauf genießen, oder eher alles aus seinem Körper rausholen möchte.

Sascha Christmann und Roland Schreiber haben sich für die letztere der beiden Varianten entscheiden. Ihre ungeheure Wettkampflust machten sie schon beim Lemberger Laufspass kund, bei dem Beide seit langer Zeit ihren ersten Lauf mit einer Startnummer absolviert haben.
Frisch aus den Bergen kam Roland angereist, und das mit dem Höhentraining funktioniert ja im Profisport auch, also warum nicht. 
Der Panoramalauf in Kriegsheim ist auch fast so groß, wie das Diamondleague Meeting in Monaco. Nach einem lockeren Lauf am Samstag ging es um 10 Uhr auf die Strecke. Auch dieses Mal wurde das Läuferfeld nicht auf einmal losgelassen, sondern wurde in Startblöcken auf die zweimal zu bewältigende 5km Runde geschickt. 
Roland kennt seinen Körper gut, von all den Jahren Wettkampf und Training und passte das Tempo von Anfang an seinen Leistungsstand an. Für die ersten 5km benötigte Roland 21:29min, und trotz des warmen Wetters und der nicht einfachen Strecke 
büßte er auf Runde 2 nur eine Minute ein. Im Ziel reichte es mit einer Zeit von 44:39min, 
leider nur für den 4. Platz in der Altersklassenwertung. 


39:15min, 9. Platz Gesamt, 2. Platz M40, lauten die Ergebnisse für Sascha Christmann. Ein erfolgreicher Tag. Die gute Form deutete sich aber schon in Lemberg an, wo er von den 3 startenden LC Läufern den besten Tag erwischte. Umso schöner ist es zu sehen, dass er seine Form bestätigt. 19:13min und 19:31min sind fast zwei identische Runden, welche Sascha unter der heißen Spätsommer Sonne gelaufen ist. In den Zwischenzeiten lässt sich aber noch die eine oder andere liegen gelassene Minute erahnen. 3:38min für KM 1, ist ein sehr schneller Beginn, welcher sicher eventuell bei KM 6 und schließlich KM 7, dem 2. Anstieg (1km – 36hm) bemerkbar gemacht hat. Dennoch lief er die letzten drei Kilometer sehr stark: 3:46min-3:46min-3:36min. Eine super Endbeschleunigung!

Die nächste Gelegenheit hierfür ist auf dem Hockenheimring am 1.11.2020.
Gerne auch in Begleitung weiterer LC Läufer und auch diejenigen, 
welche sich zu Beginn für die 1. Variante entschieden hätten. 
Der Hockenheimring bietet zwar nicht das Panorama eines Laufes in Kriegsheim, bringt aber ein besonderes Feeling mit dem Lauf auf einer Formel 1 Strecke mit sich.

Kategorien: Allgemein