Mit Sebastian Deck und Sascha Christmann machten sich an einem verregneten, windigen Sonntagmorgen zwei LC’ler auf zum Westspangenlauf nach Saarbrücken. 

Ihre Meldezeiten ließen ein verheisungsvolles Rennen erwarten, denn die Startaufstellung wurde an die Meldezeiten angepasst und es wurde sich von der schnellsten zur langsamsten Meldezeit zum Einzelstart im 10-Sekunden-Rhythmus aufgereiht. Sebastian durfte als 18ter (mit der fünftschnellsten Meldezeit der MHK) auf die Strecke gehen und Sascha folgte ihm direkt als 19ter Starter (mit der zweitschnellsten Meldezeit der M40). Somit musste auch bei beiden gar nicht lange nach einer Renntaktik gesucht werden. Saschas Plan war, möglichst schnell die knapp 45m Vorsprung seines Vereinskollegen zulaufen und sich dann gegenseitig ein wenig zu unterstützen, Sebastian wollte in einem gleichmäßig hohen Tempo an Sascha dranbleiben. 

Doch leider gehen nicht immer alle Pläne auf…                                                                                      … nach 500m der Strecke liefen die beiden zwar nebeneinander und sprachen sich nochmal kurz ab, aber als das 2km-Schildchen an den beiden vorbeisauste, wusste Sebastian bereits, dass er wohl nicht den allerbesten Tag erwischt hat. Er konnte dem Tempo nicht ganz folgen und brauchte eine neue Taktik. Die hieß, das maximal Möglichste aus dem Körper herausholen und die Lücke möglichst klein zu halten, vielleicht kommt ja irgendwer von hinten, dessen Tempo man mitgehen kann. Die Tatsache, dass ihn erst kurz vor km 10 jemand auflaufen konnte zeigt, dass er auch alles andere als langsam unterwegs war. Vor allem wenn man weiß, dass er ca. bei km 8 ein kurzes Gehpäuschen einlegen musste und sogar an den Abbruch des Laufs dachte, weil der Magen irgendwie nicht so wollte wie die Beine. Aber ein echter LC’ler gibt nicht auf. Er heftete sich an die Fersen der schnellsten Frau im Feld und ging mit ihr auf die 2. Hälfte des Rennens. Auch wenn er nicht gemeinsam mit ihr ins Ziel kam, erlief er am Ende eine tolle Zeit von 1:29:24 und kam als Gesamt 19. und 5. der MHK ins Ziel.

Für Sascha lief es ähnlich wie in den letzten zwei Läufen nach dem Corona-Restart etwas besser. Nachdem er alleine weiterlaufen musste versuchte er möglichst schnell den Läufer vor ihm zu erreichen. Nach ca. 5 km des Rennens war das der Fall und dann ging es sehr fix durch die 1 Runde. Nach der Hälfte der Strecke stand eine Pace von 3:52 min/km auf der Uhr, einem Tempo, dem Sascha auf den zweiten 10,55 km Tribut zollen sollte. Nach ca. 13km war der Vordermann nicht mehr zu halten. Dann kam die Westspangenbrücke, der einzige „Berg“ (ca. 20 Hm) und nach ihr 5km Strecke im böigen Gegenwind. Da fiel es schwer, das Tempo einigermaßen hochzuhalten. Auch das Wissen, dass wohl von hinten keinerlei Gefahr droht, spornt jetzt nicht gerade an weiter an der absoluten Leistungsgrenze zu laufen. Ein Blick von unten auf die Brücke verriet nämlich, dass zwischen Sascha und dem nächsten Läufer eine mindestens 500m große Lücke war. Somit wurde die zweite Rennhälfte auch über 2 Minuten langsamer als die Erste. Dennoch sah man im Ziel einen lächelnden Sascha, der durchschnittlich mit einer Pace von knapp unter 4 Minuten in 1:24:01 Stunden über die Ziellinie lief und neben seiner neuen Halbmarathon-Bestzeit auch beim dritten Rennen nach der Coronapause wieder einmal Altersklassen 2. (bzw. Gesamt 15.) war.
 
 
 Bericht: Sascha Christmann

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