In einem starkem Feld zur Bestzeit

IRT-Summer Special 2021 Föhren

Da war sie auf einmal, die Möglichkeit wieder ein Rennen zu absolvieren. Nicht virtuell, nicht alleine oder mit ein paar Trainingskollegen. Nein auf der Straße, Läufer gegen Läufer. Das einzige was leider ausbleiben muss sind die anfeuernden Rufe von den Streckenseiten, welche den ein oder anderen Läufer nochmal nach vorne treiben. Die Möglichkeit die sich aufbot, war ein 5 oder 10 Kilometer-Lauf ausgerichtet von der LG Meulenwald-Föhren.

Max Rahm, der sich auf einer spannenden Reise zum Berlin Marathon befindet, meldete sich nach Absprache mit seinem Trainer Terrence Mahon für den 10km Lauf an. Eine perfekte Gelegenheit, um die Form zu testen und in das Renngeschehen zurückzukehren.

Nur noch wenige Meter bis ins Ziel

Ziemlich nervös lief Max noch kurz vor dem Start auf und ab, schließlich ist sein letztes Rennen 10 Monate her. Da schießen einem schnell mal Fragen wie: Wie schnell soll ich anlaufen? Verhalten? Oder doch eher offensiv? Durch den Kopf. Wie er nach seinem Rennen berichtet, klärten sich diese Fragen schnell von alleine, „Ich bin einfach in der Gruppe mitgelaufen und habe gar nicht groß auf die Uhr geachtet.“ Sein Ziel für das Rennen war, in das Wettkampfprozedere wieder herein zu finden und das bestmögliche an diesem Tag herauszuholen. Das am Ende eine Bestzeit für den 23 jährigen herausspringt, freute ihn umso mehr. Seine inoffizielle PB lag vorher bei 32:48min, nun darf er seine offizielle PB 32:13min nennen. Während dem Rennen, dachte er sogar es könnte heute für unter 32min reichen. Die 5km Marke wurde in 15:46min passiert und auch nach 8km lag die Gruppe noch auf Kurs. „Leider wurde ich kurz nach 7km etwas nervös weil es so gut lief und habe mich von der Gruppe abgesetzt. Ein Fehler im Nachhinein, da ich da etwas überzogen habe und die Gruppe mich bei KM 9 wieder einholte. Da war ich dann schon ziemlich blau, ich habe mich dann nochmal an die Fersen der anderen geheftet und alles gegeben.“ Nach seinem Lauf zeigte sich Max Rahm erschöpft aber vorfallen froh über den gelungenen Wettkampf Einstieg. Für ihn ist der 7. Gesamtrang nur Nebensache, „Ich laufe lieber in einem starkbesetzten Feld eine schnelle Zeit, als alleine auf das Treppchen.“

Organisatorisch, war die Laufveranstaltung im Industriegebiet in Föhren ein voller Erfolg und ein Musterbeispiel. Es wurden nur Voranmeldungen akzeptiert, bei welcher sich jeder Läufer anhand seiner angestrebten Zielzeit in der jeweiligen Startgruppe anmeldete. Es gab Zeitläufe für <35min, 35-40min usw. Insgesamt 20 Starter wurden in einer Startgruppe zugelassen, weshalb leider auch nicht jeder einen Startplatz bekam. Durch dieses Vorgehen konnte das Personenaufkommen auf dem Gelände sehr gering gehalten werden, da die Läufer sich aufgrund nicht stattfindender AK-Siegerehrung meist nach dem Auslaufen auf dem Heimweg begaben. Am Wettkampftag selbst musste jeder Teilnehmer einen negativen Schnalltest (nicht älter als 24h) vorweisen.
Sonntags in einem Industriegebiet ist kein großes Verkehrsaufkommen, was dem Veranstalter in die Karten spielte. So mussten keine Straßen gesperrt werden. Lediglich Pilonen teilten die Hälfte der Straße, dass die Läufer dennoch sicher unterwegs sein konnten. Industriegebiete sind meistens Flach, gut asphaltiert und haben breite Straßen. Alles gute Merkmale für eine schnelle Strecke, was die vielen schnellen Zeiten unter Beweis stellten.

Ist das die Zukunft für Laufveranstaltungen? Eines ist sicher, das Konzept funktioniert einwandfrei, es ist alles zentral an einem Ort, was auch den Aufwand für den Veranstalter deutlich reduziert. Es ist zu hoffen, diese Art der Volksläufe in naher Zukunft öfter aufzufinden.