Es hat begonnen

Nun hat auch die Wettkampfsaison für unseren derzeit schnellsten Läufer, Max Rahm, begonnen.
Max, der sich derzeit äußerst intensiv und akribisch auf den Berlin Marathon vorbereitet ist am Samstag beim Läufertag des LF Naheland über die 5.000m gestartet.

Es war der erste Bahnwettkampf des Gewinners der Zwift Run Academy seit des ersten Lockdowns 2019.
Diesen Wiedereinstieg machte man ihm allerdings nicht gerade leicht.


28°C schwül warme Luft und harten Gegenwind auf der Gegengerade waren die ersten Herausforderungen. Zur zweiten gleich mehr.
Nachdem der Startschuss fiel entschied sich Max zuerst in einer Gruppe zu bleiben, diese lief etwas langsamer als es die Marschtabelle unseres LC’lers vorgesehen hat aber besser als alleine zu laufen. Als jedoch Max an der Reihe war die Führungsarbeit zu verrichten konnte ihm nach 200m keiner der Mitglieder der Gruppe folgen. Nicht das Max die Gruppe durch eine Tempoverschärfung gesprengt hätte, im Gegenteil er lief das vorherige Tempo gleichmäßig weiter, allerdings mussten einige bereits nach 1.000m der ungewohnten Hitze Tribut zollen.

So entstand die zweite Schwierigkeit für Max: 4.000m ganz alleine.
Auf der Bahn eine mehr als ungünstige Situation. Jedoch zeigte sich da das Marathontraining. Max konnte auch ohne Mitstreiter das Tempo konstant halten. Natürlich war nun nicht mehr an eine Bestzeit zu denken. Die wurde jedoch schon von den äußeren Bedingungen fast unmöglich gemacht, denn niemand kann bei 28°C und Gegenwind auf der Bahn seine Bestzeit unterbieten.

In Anbetracht dessen und der Tatsache, dass ein Marathontraining der Spitzigkeit, die für einen 5.000er definitiv von Nöten ist, nicht gerade zuträglich ist, hat Max ein solides Rennen hingelegt.
Und das zeigt sich auch im Ergebnis: 16:08,7min und ein 2. Platz mit satten 20s Vorsprung vor dem dritt Platzierten.

Max Rahm war aber nicht der einzige LC’ler, der sich am Samstag im Friedrich-Moebus-Stadion im Oval gequält hat.
Sascha Christmann hat einige Stunden zuvor die 800m unter die Spikes genommen.
Und sein Rennen so beschrieben:

Eigentlich war es ja nur ein Test, ob ich bei dem ganzen Berglauftraining das Laufen auf der Bahn noch kann. Also bin ich ohne irgendwelches Tempotraining in den letzten Monaten da mal hin.
Insgesamt bin ich auch ganz zufrieden wieder aus Bad Kreuznach zurückgekehrt, nachdem ich nach 736 Tagen ohne Freiluft-Bahnrennen (auch wenn ich offiziell noch nichts gefunden habe, aber so stand es auf der Uhr im Ziel) mit 2:14,49 wohl der Tagesschnellste über die 800m war. Was nebenbei auch für die DM-Quali reicht (Norm der M40 2:15,50) – herzlichen Glückwunsch hierzu. Insofern war der Tag wohl erfolgreich.
Aber viel wichtiger, es war sooooo schön mal wieder ein echtes Rennen zu laufen.