5 Stunden bis zum Gletscher

Für die meisten wären 5 Stunden sportliche Betätigung am Stück schon die pure Qual, allein in der Vorstellung. Ralf Gehrmann sieht dies nicht so, 5 Stunden Trailrunning ist für ihn wie Urlaub. Um von Beginn an deutlich zu machen, dass es sich hierbei nicht um einen Urlaub am Meer gehandelt hat ein paar Eckdaten zum Stubai-Ultratrail:

Streckenlänge:        32km
Anstieg:                     2921hm
Abstieg:                     782hm

Am Tag des Rennens, war das Wetter auf Seiten der Läufer. Angenehm kühle Temperaturen am Start und auch im Ziel war es noch nicht zu heiß geworden. 22°C im Durschnitt ließen die Läufer um 9 Uhr in Neustift gut starten. Auch für Ralf verlief das Rennen nach Plan. Mal wieder wird deutlich, dass eine gute Vorbereitung schon die halbe Miete ist. So ist er z.B. am Donnersbergtrail als Schlussläufer 50km mit 2.000hm gelaufen und zeigte sich danach noch sichtlich frisch. 


Die Organisatoren der Veranstaltung wissen natürlich, wie eine erfolgreiche Trailveranstaltung zu organisieren ist, weshalb es auch unterwegs keinerlei Probleme entlang der Strecke gab. Das erste Mal etwas zäher wurde es dann schließlich am Anstieg Mutterberg-Dresdner Hütte-Eisgrad, aber immer hin noch gut laufbar bzw. gehbar. Schließlich war es auch ein Trailrunning Urlaub und kein Strandurlaub. Das ein oder andere Brennen in Lunge und Beinen nimmt Ralf hierfür aber gerne in Kauf. Ein Blick auf seine Herzfrequenzdaten zeigt, dass er auch alles gegeben hat und nicht zurückgesteckt hat. Mit Spitzen an die 190bpm ließ er keine Muskelfaser ungenutzt. Die Belohnung kommt schließlich nach 5:01:02h auf dem Stubai Gletscher. Mit einer durchschnittlichen Pace von 10:00min/km hat Ralf das Ziel als 37. Läufer im Gesamtfeld erreicht. In seiner Altersklasse der Master Man lief er sogar mit Platz 8 in die Top 10. Damit hat Ralf einmal mehr unterbeweis gestellt, dass lang und steil im hervorragend liegt und er auf diesem Terrain sogar einen Europameister schlagen kann. Kurz vor ihm ins Ziel lief Jan Fitschen, Europameister über 10.000m auf der Bahn, in der Endabrechnung war Ralf allerdings 1 Sekunde vor Fitschen platziert.