Was über 12 Wochen bei Eis und Schnee auf den Wegen des Pfälzer Waldes vorbereitet wurde, fand am vergangenen Wochenende in Hamburg, bei strahlendem Frühlingswetter, seinen Abschluss. Eine Reisegruppe des LC Donnersberg besuchte unter Leitung und Organisation von Sylvia Schechter den Hamburg-Marathon 2013. Nach reibungsloser Anreise mit der Bahn wurde in der Jugendherberge Hamburg, direkt an den Landungsbrücken Quartier bezogen. Die zentrale Lage der Unterkunft wurde von allen Teilnehmern zur Erkundung der touristischen und kulturellen Highlights der Stadt genutzt.
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Nach einem leichten Training am Samstag und der traditionellen Nudelparty waren alle bestens für den Marathon am Sonntagmorgen gerüstet. Zum Gedenken an die Opfer und Verletzten des feigen Anschlags beim Boston-Marathon trugen alle Läufer ein Armband in den Farben des Boston-Marathons. Keiner zögerte, trotz der schlimmen Bilder aus den USA, in Hamburg an den Start zu gehen. Alle waren sich einig durch den Lauf ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu setzen. Die Läufer schafften den Spagat zwischen Trauer und Solidarität. Bei strahlendem Sonnenschein und kühlen 8 Grad wurde das Rennen um 9 Uhr gestartet. Der starke Wind, der den Sportlern am Freitag noch Respekt eingeflösst hat, hatte sich zum Glück gelegt. Es herrschten nahezu perfekte Bedingungen. So erreichten alle Läuferinnen und Läufer des LC Donnersberg gesund das Ziel.

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Auch die erreichten Zeiten konnten sich sehen lassen. Bei den Damen lief Sabine Rahm nach 3:50 h ins Ziel. Trotz Probleme mit der Muskulatur gelang es ihr, zwei annähernd gleiche Hälften zu laufen. Damit stellte sie erneut ihre Qualität auf langen Strecken unter Beweis. Bei den Herren gelang es Thorsten Nunheim die 3 – Stunden – Mauer zu durchbrechen und das bereits bei seinem zweiten Marathon. Nach 1:28 h, bei Hälfte des Rennens, schaffte er es trotz schwindender Kräfte mit 2:59 h noch sicher unter drei Stunden.

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Die 4 –Stunden – Grenze war das gesetzte Ziel für Simone Franzreb. Nachdem sie bei ihrem letzten Versuch in Frankfurt wegen des schlechten Wetters die Marke knapp verfehlte, schaffte sie es diesmal mit Bravour in 3:56 h. Auch sie lief ein sehr gleichmäßiges Rennen.

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Eine Art Schicksals-Marathon war Hamburg für Werner Hollstein. Nachdem er im letzten Jahr beim Weinstraßen-Marathon sehr gelitten hatte, holte er sich in Hamburg in 3:08 h, den Spaß am Marathonlaufen zurück. Sein 11. Platz in der Klasse M 55 ist sehr beachtenswert. Ihren zweiten Marathon lief auch Andrea Nunheim in 4:17 h. Sie verbesserte ihre Zeit vom Berlin-Marathon 2011 um acht Minuten. Für Michael Peifer war Hamburg nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Biel (100 km-Lauf). Nach 1:39 für die halbe Strecke gab er Gas und erreichte das Ziel in guten 3:16 h. Sylvia Schechter bekam nach 2:05 h für die erste Hälfte, die ganze Härte des Marathonlaufens zu spüren und kämpfte sich mit 4:22 h tapfer ins Ziel.

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Ein gleichmäßiges Rennen lief Uwe Alles. Nachdem er beim Marathon am Gardasee eingebrochen war, kam er diesmal nach hervorragenden 3:42 h ins Ziel.

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Ebenfalls wie ein Uhrwerk, lief Uwe Rahm nach 3:49 h über den Zielstrich am Hamburger Messegelände. Seine Zwischenzeiten pro 5 km differierten kaum. Um fabelhafte 15 Minuten verbesserte sich Richard Lutz auf 3:43 h. Stephan Bartenbach unterbot sein Ziel von 3:30 h trotz Erkältungsproblemen um 4 Minuten und finishte nach 3:26 h. Sein Debüt lief Stefan Rixecker in 4:02 h. Nach vorsichtigem Beginn steigerte er gegen Ende sein Tempo. Allerdings reichte es nicht mehr um die 4 Stunden zu unterbieten. Dies dürfte aber bei seinem nächsten Marathon kein Problem sein. Karl-Heinz Buschmann durfte zu Recht stolz auf seine 4:10 h sein.

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Trotz eingeschränkter Vorbereitung war dies eine starke Leistung. Silke Borst verpasste ihr Ziel von 4:30 h knapp. Mit 4:34 h war sie dennoch zufrieden.

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Am Abend spürte sie deutlich an ihren Beinen, dass sie alles gegeben hatte. Nach 11 Jahren feierte Roland Schreiber in 3:14 h ein gelungenes Marathon-Comeback. Hamburg war sicher nicht sein letzter Marathon. Doris Bertleff-Lutz und Annika Lutz nahmen erfolgreich am Zehntel-Marathon teil und schnupperten auch da ein bisschen Marathonatmosphäre. Insgesamt 15.000 Sportler waren beim Marathon am Start. Ihre Botschaft war klar: Terroristen dürfen es nicht schaffen friedlichen Menschen aus aller Welt die Lebensfreude und den Spaß am Sport zu nehmen.

von Roland Schreiber

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